Unser persönlicher
Festivalvorschlag für Sie
Luminous Pulse
Musik als multisensorisches Erlebnis
Nahaufnahme eines Mannes mit einer Vibrationsweste, während im Hintergrund Musiker spielen

1/3Bild: Lucien Marcel Cacares

Die Klarinettistin Irene Chen hält ihr Instrument mit dem Mundstück nach vorne Richtung Kamera. Das Instrument ist vorne unscharf; das Porträt der lachenden Musikerin ist klar erkennbar.

 

Die Cellistin Karolina Öhmann spielt freudvoll auf ihrem Instrument. Das Bild strahlt durch seinen hellgrünen Hintergrund.

 

Eine neuartige Technologie macht Musik als elektrisierende Empfindungen erlebbar – auch für gehörlose Menschen. Ein Projekt, das die Grenzen zwischen Kunst und Technik überwindet und Inklusion ins Zentrum stellt.

Musik ist nicht nur hörbar, sondern auch körperlich erfahrbar. Vibrationen lassen Klang spürbar werden – pulsierend, unmittelbar und überraschend. Wie ein Blitz, der plötzlich durch den Himmel fährt, durchdringt die Musik den Körper: schnell, direkt und elektrisierend. Der «Blitz» steht dabei für plötzliche Energie, für Entladung und intensive Präsenz. Sie entlädt sich sowohl akustisch als auch physisch.

Von dieser Erfahrung geht das Projekt «Luminous Pulse» aus: Das Programm für Klarinette, Cello und Klangregie verbindet Musik mit physisch spürbarer Vibration und schafft so ein immersives Erlebnis für alle – auch für Menschen mit Hörbehinderung. Es untersucht Rhythmus und Resonanz auf eine Weise, die über das rein Hörbare hinausgeht, und lädt alle Anwesenden zu einer multisensorischen Wahrnehmung ein.

Auf dem Programm steht auch das Stück «Hidden Spectrum: Beyond the Boundary», das der taiwanische Komponist und Klangkünstler Enoch Chen eigens für das Festival schuf. Es erweitert den klanglichen Rahmen und erkundet, was jenseits des Wahrnehmbaren liegt – zwischen Stille und Entladung, zwischen dem Sichtbaren und dem Verborgenen.
Programm

Terry Riley (*1935): «In C» (1964) arr. für Klarinette, Cello und Elektronik

Iannis Xenakis (1922–2001): «Charisma» (1971) für Klarinette und Cello mit Elektronik

Juliana Hodkinson (*1971): «Jounce» (2016) für Cello mit Elektronik

Olivier Messiaen (1908–1992): «Abîme des oiseaux» aus dem «Quatuor pour la fin du temps» (1941) für Klarinetten mit Elektronik

Enoch Chen (*1996): «Hidden Spectrum: Beyond the Boundary» (2026, UA)

Besetzung

Irene Chen, Klarinette
Karolina Öhman, Cello
Enoch Chen, Komposition /Klangregie

Cyril Haudenschild, Deaf Interpreter
Janet Fiebelkorn, Dolmetscherin

Informationen

Dauer: ca. 60 Minuten

Eine Veranstaltung von Musikfestival Bern und Irene Chen in Kooperation mit Bühnen Bern.

Unterstützt von: GVB Kulturstiftung, stiftung sostenuto, BEKB Förderfonds

Zugänglichkeit

Rollstuhlgängig

Bei diesem Konzert kommen Vibrationswesten und -bälle zum Einsatz.

Um 16.30 Uhr findet ein Einführungsgespräch in Gebärdensprache statt; auch das Konzert wird in Gebärdensprache übersetzt. Weitere Informationen

Einfach gesagt

Eine neue Technologie macht Musik spürbar. Auch für gehörlose Menschen. Das Projekt verbindet drei Bereiche. Das sind Kunst, Technik und Inklusion.

Termine und Tickets

Luminous Pulse, Musik als multisensorisches Erlebnis

Fr 4. September / 17:00 Uhr
Stadttheater – Mansarde
Tickets

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